Mobilitätshilfen: Rollatoren, Rollstühle und Elektromobile
Entdecken Sie Mobilitätshilfen für Alltag, Pflege und Rehabilitation. Unser Sortiment reicht von Rollatoren und Gehhilfen über Rollstühle bis zu Elektromobilen für unterschiedliche Anforderungen an Fortbewegung und Unterstützung.
Passendes Zubehör für Rollatoren, Rollstühle und E-Scooter ergänzt die Auswahl. Entscheidend sind dabei unter anderem Einsatzbereich, Körpermaße, Belastbarkeit, Abmessungen und die jeweilige Produktausführung.
Produkte filtern
Schirm mit Halterung für Rollator Athlon, Server, Router
Schlupfsack Standard für Rollstuhl
Sitzbespannung für Rollator TAiMA
Stabile Rollstuhltasche 40S
Stockhalter
Stockhalter Gemino 30, 30M, 30S
Stockhalter Ingrid von Gastrock-Stöcke GmbH
TAiMA M - Leichtgewichtrollator
TAiMA S GT - Leichtgewichtrollator
Trust Care Let's Go Indoor Rollator – Wohnraumrollator
Wetterfeste Tasche mit Magnetverschluss zum Rollator vital
Windschild für Elektromobil Orion Pro
Ratgeber: Mobilitätshilfen für Alltag und Versorgung richtig auswählen
Mobilitätshilfen können Menschen unterstützen, wenn Gehen, längere Strecken oder die selbstständige Fortbewegung schwieriger werden. Der Begriff umfasst jedoch sehr unterschiedliche Hilfsmittel – vom einfachen Gehstock oder Gehgestell über Rollatoren und Rollstühle bis zum elektrisch angetriebenen Mobil.
Bezeichnungen wie Gehhilfe, Gehbock, Rollator, Rollstuhl, Elektromobil, Senioren-Scooter oder E-Scooter für mobilitätseingeschränkte Menschen beschreiben daher keine austauschbaren Produkte. Für die Auswahl ist zunächst entscheidend, welche Form der Fortbewegung noch möglich ist und wobei Unterstützung benötigt wird.
Welche Mobilitätshilfe passt zu welcher Situation?
Der Unterstützungsbedarf kann sehr unterschiedlich sein. Manche Menschen können selbstständig gehen, benötigen dabei aber zusätzliche Abstützung. Andere können nur kurze Strecken zurücklegen oder benötigen für längere Wege einen Rollstuhl beziehungsweise ein elektrisches Fahrzeug.
- Gehstock und einfache Gehhilfen bieten eine zusätzliche Abstützmöglichkeit beim Gehen.
- Gehgestelle und Gehrahmen bieten eine größere Unterstützungsfläche und werden je nach Ausführung angehoben, versetzt oder schrittweise bewegt.
- Rollatoren sind fahrbare Gehhilfen mit Rädern, Handgriffen und Bremsen; viele Modelle besitzen zusätzlich Sitzfläche und Transportmöglichkeit.
- Rollstühle ermöglichen eine sitzende Fortbewegung und können je nach Modell vom Nutzer selbst oder durch eine Begleitperson bewegt werden.
- Elektromobile besitzen einen elektrischen Fahrantrieb und sind für dafür vorgesehene mobile Einsatzbereiche konstruiert.
Die Kategorien lassen sich dabei nicht allein nach dem Grad einer Einschränkung ordnen. Das passende Hilfsmittel hängt von Bewegungsfähigkeit, Umfeld, Körpermaßen und dem tatsächlichen Einsatzzweck ab.
Rollatoren: Indoor, Outdoor und Leichtgewicht unterscheiden
In unserer Kategorie Rollatoren finden Sie unterschiedliche Konstruktionsarten für Innen- und Außenbereiche. Das Sortiment umfasst aktuell klassische Rollatoren, Leichtgewicht- und Carbonmodelle, spezielle Outdoor-Rollatoren sowie besonders kompakte Wohnraum-Rollatoren.
Ein Indoor-Rollator beziehungsweise Wohnraum-Rollator ist typischerweise auf das Manövrieren in Innenräumen ausgelegt. Hier können eine geringe Gesamtbreite und ein kleiner Wendebereich besonders relevant sein. Im Shop wird beispielsweise der Indoor Rollator Let's Go speziell für den Innenbereich angeboten.
Bei einem Outdoor-Rollator stehen dagegen andere Eigenschaften im Vordergrund. Größere beziehungsweise anders ausgeführte Räder können auf unebenen Wegen relevant sein. Ein Beispiel aus unserem Sortiment ist der DIETZ TAiMA XC.
Ein Leichtgewichtrollator reduziert vor allem das Eigengewicht des Hilfsmittels. Das kann beim Anheben, Verstauen oder Transportieren hilfreich sein. Das geringe Gewicht allein sagt jedoch noch nichts darüber aus, ob ein Modell für die jeweilige Person und den vorgesehenen Untergrund geeignet ist.
Welche Maße sind bei einem Rollator wichtig?
Bei einem Rollator sollte nicht nur auf Gewicht oder Optik geachtet werden. Besonders relevant können Griffhöhe, Sitzhöhe, Gesamtbreite, Gesamt- beziehungsweise Faltmaß und maximale Belastbarkeit sein.
Die Griffhöhe muss entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Modells auf den Anwender eingestellt werden können. Auch die Sitzhöhe ist wichtig, wenn die integrierte Sitzfläche für Pausen genutzt werden soll.
Bei schmalen Türen, engen Fluren oder kleinen Wohnungen sollte außerdem die tatsächliche Gesamtbreite des Rollators berücksichtigt werden. Für den Transport im Auto können Faltmaß und Eigengewicht stärker ins Gewicht fallen.
Weitere Auswahlkriterien sind beispielsweise:
- vorgesehener Innen- oder Außeneinsatz
- Art und Größe der Bereifung
- Eigengewicht des Rollators
- maximales Benutzergewicht
- Griff- und Sitzhöhe
- Gesamtbreite und Faltmaß
- Brems- und Feststellmechanismus
- Sitzfläche und gegebenenfalls Rückenunterstützung
- Transporttasche beziehungsweise Korb
- verfügbares und kompatibles Zubehör
Rollator-Zubehör: nicht jedes Teil passt an jedes Modell
Unter Zubehör für Rollatoren finden Sie unter anderem Taschen, Rückenbügel, Stockhalter, Beleuchtung, Getränkehalter und weitere Ergänzungen. Das aktuelle Sortiment enthält sowohl universeller einsetzbare Produkte als auch eindeutig modellspezifisches Zubehör.
Gerade bei Bremsen, Rückenbügeln, Taschen oder Halterungen sollte deshalb die Kompatibilität geprüft werden. Eine Zubehörbezeichnung wie „für Rollator“ bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt mechanisch an jedes Modell passt.
Gehstock, Gehgestell oder Rollator – wo liegt der Unterschied?
Die Kategorie Gehhilfen umfasst aktuell unter anderem Gehgestelle, Gehstöcke mit Zusatzfunktionen, Stockzubehör, Eiskrallen und weitere Produkte zur Unterstützung beim Gehen.
Ein Gehstock bietet punktuelle Abstützung auf einer Körperseite. Ein Gehgestell beziehungsweise Gehrahmen besitzt dagegen mehrere Auflagepunkte und umgibt den Nutzer teilweise nach vorne und seitlich.
Bei Gehgestellen gibt es wiederum unterschiedliche Konstruktionen. Ein starres Modell wird anders bewegt als ein reziprokes Gehgestell, dessen Seiten sich wechselseitig vorwärts bewegen lassen.
Auch Zubehör wie Stockpuffer oder Eiskrallen sollte passend zur verwendeten Gehhilfe ausgewählt werden. Durchmesser, Befestigung und vorgesehener Einsatzzweck können sich unterscheiden.
Rollstühle: Warum Sitzbreite und Gesamtbreite getrennt betrachtet werden müssen
In unserer Kategorie Rollstühle finden Sie unter anderem Falt- und Leichtgewichtrollstühle in verschiedenen Größen und Belastbarkeiten.
Bei einem Rollstuhl sind Sitzbreite und Gesamtbreite zwei unterschiedliche Maße. Die Sitzbreite betrifft die Platzverhältnisse für den Nutzer, während die Gesamtbreite darüber entscheidet, ob beispielsweise Türen, Durchgänge oder andere räumliche Engstellen passiert werden können.
Eine pauschale Formel wie „Sitzbreite plus X Zentimeter ergibt immer die Gesamtbreite“ ist dabei nur eine grobe Orientierung und sollte nicht anstelle der technischen Daten des konkreten Modells verwendet werden. Unterschiedliche Rahmen-, Rad- und Seitenteilkonstruktionen führen zu unterschiedlichen Außenmaßen.
Welche Angaben sollte man bei einem Rollstuhl vergleichen?
Neben der Sitzbreite können – abhängig vom Modell und Einsatz – weitere Maße und Eigenschaften wichtig sein:
- Sitzbreite und Sitztiefe
- Sitzhöhe
- Gesamtbreite und Gesamtlänge
- maximales Benutzergewicht
- Eigengewicht beziehungsweise Transportgewicht
- Faltmechanismus
- abnehmbare oder abschwenkbare Beinstützen
- Seitenteile und Armauflagen
- Antriebs- und Lenkräder
- Bremsausstattung für Nutzer beziehungsweise Begleitperson
Für einen Rollstuhl, der häufig transportiert werden soll, können ein faltbarer Rahmen und abnehmbare Komponenten besonders relevant sein. Bei einer längerfristigen oder komplexeren Versorgung können dagegen Sitzposition, Anpassbarkeit und weitere individuelle Maße stärker im Vordergrund stehen.
Rollstuhl-Zubehör: Sitzkissen, Gurte, Wetterschutz und Transportlösungen
Unter Rollstuhl-Zubehör führen wir verschiedene Ergänzungen wie Sitzkissen, Gurte, Taschen und Wetterschutzprodukte.
Auch hier sollte zwischen Komfortzubehör und medizinisch beziehungsweise funktionell relevantem Zubehör unterschieden werden. Ein einfaches Sitzkissen ist beispielsweise nicht automatisch ein Hilfsmittel zur Dekubitusversorgung. Gurte oder Positionierungskomponenten sollten ebenfalls entsprechend ihrer jeweiligen Zweckbestimmung ausgewählt und verwendet werden.
Elektromobile: 6 km/h, 10 km/h oder 15 km/h?
Elektromobile, häufig auch als Seniorenmobile, Elektroscooter oder Mobility Scooter bezeichnet, ermöglichen eine elektrisch angetriebene sitzende Fortbewegung. Das aktuelle bauch24-Sortiment enthält Modelle mit unterschiedlichen Höchstgeschwindigkeiten, darunter 6, 10 und 15 km/h.
Die Höchstgeschwindigkeit ist jedoch nur eines von mehreren Auswahlkriterien. Ein schnelleres Elektromobil ist nicht automatisch das passendere Fahrzeug.
Je nach geplantem Einsatz sollten unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:
- vorgesehene Höchstgeschwindigkeit
- Herstellerangabe zur Reichweite
- Batterie- beziehungsweise Akkuausstattung
- maximale Belastbarkeit
- Gesamtbreite und Wendekreis
- Bodenfreiheit und Bereifung
- Sitz- und Verstellmöglichkeiten
- Steigungen und Untergründe im vorgesehenen Einsatzgebiet
- Abstell- und Lademöglichkeit
- Transportierbarkeit
Warum ist die angegebene Reichweite eines Elektromobils kein garantierter Alltagswert?
Hersteller geben für Elektromobile technische Reichweiten unter definierten Bedingungen an. Die tatsächlich erreichbare Strecke kann jedoch von mehreren Faktoren beeinflusst werden – beispielsweise Beladung, Fahrweise, Steigungen, Untergrund, Temperatur sowie Zustand und Ladezustand der Batterie.
Bei der Auswahl sollte deshalb ausreichend Reserve für die tatsächlich geplanten Strecken berücksichtigt werden, anstatt ausschließlich den maximal angegebenen Reichweitenwert miteinander zu vergleichen.
Zubehör für Elektromobile
Für Elektromobile gibt es systemspezifisches Zubehör wie Einkaufskörbe, Stock- beziehungsweise Rollatorhalter und weitere Halterungen. Das aktuelle Sortiment zeigt bereits, dass viele dieser Produkte für bestimmte Fahrzeuge beziehungsweise Baureihen gedacht sind.
Vor einer Nachrüstung sollten deshalb Fahrzeugmodell, Befestigungspunkte und Herstellerfreigabe geprüft werden.
Mobilitätshilfen im Hilfsmittelverzeichnis
Viele Mobilitätshilfen sind auch Bestandteil des deutschen Hilfsmittelverzeichnisses. Der GKV-Spitzenverband führt Gehhilfen in Produktgruppe 10. Dazu gehören verschiedene Produktarten für die Unterstützung der Gehfähigkeit. Kranken- und Behindertenfahrzeuge werden separat in Produktgruppe 18 geführt. Diese Produktgruppe umfasst unter anderem verschiedene Rollstuhl- und weitere Fahrzeugkonzepte.
Die Produktgruppe 10 „Gehhilfen“ wurde zuletzt 2022 fortgeschrieben; Produktgruppe 18 „Kranken-/Behindertenfahrzeuge“ wurde Ende 2023 fortgeschrieben und Anfang 2024 bekannt gemacht.
Eine Produktart im Onlineshop bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der jeweilige Artikel von der Krankenkasse übernommen wird. Für eine Hilfsmittelversorgung sind das konkrete Produkt, eine gegebenenfalls bestehende medizinische Notwendigkeit sowie die jeweiligen Versorgungs- und Vertragsbedingungen maßgeblich.
Welche Mobilitätshilfe sollte man kaufen?
Statt unmittelbar zwischen einzelnen Modellen zu vergleichen, hilft zunächst eine möglichst konkrete Beschreibung der eigenen Anforderungen:
- Wie weit kann die Person selbstständig gehen?
- Wird Unterstützung hauptsächlich innerhalb der Wohnung oder draußen benötigt?
- Müssen Türen, Aufzüge oder enge Räume passiert werden?
- Welche Körpermaße und welches Benutzergewicht müssen berücksichtigt werden?
- Wird eine Sitzmöglichkeit für Pausen benötigt?
- Muss das Hilfsmittel regelmäßig ins Auto gehoben oder gefaltet werden?
- Welche Untergründe werden überwiegend befahren?
- Kann ein Brems-, Lenk- oder Antriebssystem sicher bedient werden?
- Wird Unterstützung durch eine Begleitperson benötigt?
- Welches Zubehör wird regelmäßig gebraucht?
So lässt sich die breite Auswahl an Mobilitätshilfen, Gehhilfen, Rollatoren, Rollstühlen und Elektromobilen wesentlich sinnvoller eingrenzen als allein anhand von Preis, Gewicht oder Geschwindigkeit.
Bei einer medizinisch notwendigen beziehungsweise komplexeren Mobilitätsversorgung sollte die Auswahl zusätzlich fachlich beurteilt und das Hilfsmittel passend zur individuellen Situation eingestellt beziehungsweise angepasst werden.